Ist-Zustands-Analyse
Was du heute lernst:
- Den Zweck und die Bedeutung einer Ist-Zustand-Analyse für IT-Projekte erläutern.
- Die wichtigsten Schritte und Methoden einer Ist-Zustand-Analyse benennen.
- Die Relevanz der Analyse für die erfolgreiche Systemimplementierung erkennen.
- Definition des Analyseumfangs: Bestimmung der zu analysierenden Prozesse, Systeme und Daten (z. B. Lernplattformen, Dokumentenmanagement, Benutzerrechte)
- Beteiligung der Stakeholder: Einbindung von Lehrkräften, IT-Team und Schülern zur Dokumentation der aktuellen Situation
- Prozessbeschreibung: Dokumentation der aktuellen Workflows (z. B. durch Process Maps oder Data Flow Diagrams)
- Identifikation von Problemstellen: Erkennung ineffizienter Prozesse, Fehlerquellen oder Engpässe (z. B. lange Wartezeiten bei Dokumentenbearbeitung)
- Dokumentation der aktuellen Systeme: Beschreibung der vorhandenen Software, Hardware und Netzwerke (z. B. Versionen von Lernplattformen)
Werkzeuge und Methoden
| Werkzeug | Zweck | Beispiele für den Schulkontext |
|---|---|---|
| BPMN | Prozessmodellierung | Darstellung von Lernprozessen und Bewertungssystemen |
| DFD | Datenflussanalyse | Visualisierung von Datenströmen zwischen Schülern und Lehrkräften |
| Interviews | Direkte Erhebung von Informationen | Gespräche mit Schülern über aktuelle Nutzung von Lernplattformen |
| Systematische Inventur | Dokumentation aller Systeme | Aufstellung von Softwareversionen und Hardware-Status |
Warum ist die Ist-Zustand-Analyse wichtig?
- Basis für die Zukunft: Sie liefert eine klare Vorstellung des aktuellen Zustands, um die Implementierung neuer Systeme effektiv zu planen
- Risikominimierung: Durch die Identifikation von Problemstellen kann das Risiko bei der Umstellung reduziert werden
- Kohärenz mit Business-Ziele: Die Analyse stellt sicher, dass die neuen Systeme den geschäftlichen Anforderungen (z. B. Lernziele, Datenschutz) entsprechen
Übungsaufgabe: Smart Home System - Umfrage
Aufgabenstellung: Führe eine Umfrage unter den Familienmitgliedern oder Mitbewohnern durch. Frage:
- Welche technologischen Geräte nutzt du bereits in deinem Zuhause?
- Welche Funktionen wünschst du dir in einem Smart Home System?
Erstelle ein einfaches Diagramm, das die Wünsche der Nutzer visualisiert (z.B. ein Tortendiagramm).
Hinweise zur Lösung: Ein Tortendiagramm kann die Verteilung der gewünschten Funktionen anschaulich darstellen. Achte auf eine klare Beschriftung.
Schwierigkeitsgrad: leicht
Erwartete Bearbeitungszeit: 30 Minuten
Meine User Experience im Smart Home:
- Ich kann Nutzerbedürfnisse für ein Smart Home System systematisch und präzise erheben.
- Ich visualisiere Nutzeranforderungen so, dass technische und menschliche Aspekte klar werden.
- Ich verstehe, wie Technologie den Alltag von Menschen verbessern kann.
- Ich entwickle Konzepte, die Nutzerbedürfnisse in intelligente Systemlösungen übersetzen.
💡 Profi-Tipp: Denk immer zuerst an den Menschen, dann an die Technik.